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Eventagentur re:mynd im Interview

Eventagentur re:mynd im Interview

Mehr zur Eventagentur re:mynd…

Stellt Euch persönlich doch kurz unseren Lesern vor!

Jana: Wir sind Yvonne und Jana von der Eventagentur re:mynd im bezaubernden Frankfurter Ostend (Hanauer Landstraße 154). Yvonne kommt ursprünglich aus der Getränketechnologie, hat aber ihr halbes Berufsleben in der klassischen Beratung – vor allem im Startup-Umfeld – verbracht.

Ende 2016 hat sie all diese Erfahrung genutzt und gemeinsam mit mir das CoWorkPlay – ein Coworking Space mit angeschlossenen Bereich für U3-Kinder – gegründet. Sie ist verheiratet, Mutter einer pubertären 15-jährigen Tochter und lebt im schönen Rodgau.

Während sie sich bei re:mynd vor allem in den Bereichen Sales und Administration austobt, kümmere ich mich um das Marketing und Eventmanagement sowie die Gestaltung der Räume. Als Trendforscherin beschäftige ich mich daneben mit den Thema New Work. Vor 13 Jahren führte mich das Studium nach Frankfurt, wo ich ich seitdem lebe.

Beschreibt Euer Unternehmen und Eure Dienstleistungen bzw. Produkte!

Yvonne: Das re:mynd ist eine Full-Service-Eventagentur mit eigenen Räumlichkeiten. Schwerpunktmäßig kümmern wir uns um Business-Events, wie Workshops, Barcamps oder Präsentationen. Hierfür bieten wir fünf verschieden große Räume an, die Stunden- oder Tageweise, einzel oder bei Bedarf exklusiv angemietet werden können. Alle Räume haben das gewissen Etwas und überzeugen mit einer wohnzimmerartigen Wohlfühlatmosphäre.

Bei der Gestaltung haben wir all unsere Erfahrungen in den Bereichen „New Work“ und „Design Thinking“ einfließen lassen und vor allem darauf geachtet unsere Gäste nicht mit Design zu erschlagen. Die Räume sollen sich flexibel die Bedürfnisse unserer Kunden anpassen und sie kreativ stimulieren. Daneben bieten wir einen Service, der unseren Gästen soviel abnimmt, wie möglich.

Wer ist Eure Zielgruppe?

Jana: Unsere Kunden sind so bunt wie ein Blumenstrauß. Sie kommen aus den Bereichen Pharma, Finanzen, Nahverkehr, Kosmetik, Lebensmittel und Beratung / Coaching. Von kleinen und mittelständischen Unternehmen aus der Nachbarschaft bis überregional und international agierenden Konzernen ist alles dabei.

Welche Art von Events / Veranstaltungen bedient Ihr?

Yvonne: Wir machen vor allem Business-Events. In den größeren Räumen „nemos suite“ und „black cat salon“ lassen sich kreative Workshops, Teammeetings oder Klausuren abbilden. Die kleineren Räume „time:space“ und „white rabbit“ sind super für Coachings oder Mitarbeitergespräche. Im großen Raum „atelier“ ist fast alles möglich: ob Tagungen, Barcamps, Präsentationen oder Get-together-Veranstaltungen, auf 300 qm können sich unsere Kunden hier richtig austoben.

Wie hat sich Eure Situation mit Corona verändert?

Jana: Wir haben im September 2019 eröffnet und hatten sofort Kunde. Unsere Räume wurden super angenommen und die Auftragslage sah wunderbar aus. Im Januar 2020 blickten wir auf einen gut gefüllten Terminkalender bis Jahresende. Das änderte sich Anfang März 2020. Innerhalb von zwei Wochen wurde fast alles storniert. Im April und Mai hatten wir einen Umsatzeinbruch von 100%.

Ab Juni 2020 wurde es besser. Der September 2020 fühlte sich fast schon wieder normal an. Mit Ankündigung des erneuten (Light-)Lockdowns kamen erneut die Stornierungen. Anstelle einer Planungssicherheit über Monate hinweg, leben wir seit Corona von Monat zu Monat. Veranstaltungen werden fast nur noch kurzfristig gebucht. Zusagen werden bis zuletzt hinausgezögert. Gruppen sind kleiner geworden.

Da unsere Kunden sehr verwirrt und z.T. verängstigt sind, besteht unsere Aufgabe aktuell auch darin die aktuelle Gesetzeslage genau zu beobachten, für unsere Kunden übersichtlich zusammenzufassen und sie zu ermutigen, eine Präsenzveranstaltung umzusetzen.

Wie habt Ihr Euch darauf eingestellt und welche Änderungen habt Ihr vorgenommen?

Yvonne: Wir haben ein detailliertes Hygienekonzept entwickelt und in unseren Räumen umgesetzt. Konkret heißt das, dass wir in allen relevanten Räumen Desinfektionsmittel bereithalten, kleine Gruppen in großen Räumen unterbringen, um den Sicherheitsabstand zu gewährleisten und während Kunden anwesend sind mit Maske arbeiten. 

Darüber hinaus haben wir mit Blick auf die Wintermonate spezielle Luftbefeuchter, welche die Luft desinfizieren in allen Räumen installiert. Ebenso sind alle Oberflächen mit einer speziellen Oberflächenversiegelung behandelt worden, die die Bakterien und Viren für 12 Monate abtötet. 

Außerdem haben wir auch bei der Technik aufgerüstet und können jetzt Videokonferenzen sowie Hybride Veranstaltungsformate problemlos abbilden. Hier hat sich vor allem unser Eugen, der Dritte im re:mynd-Team, eingearbeitet.

Wo seht Ihr in der Krise die Chancen?

Jana: Corona hat die komplette Eventbranche auf den Kopf gestellt. Die Frage, wie es mit realen Begegnungen weitergehen wird, steht jetzt im Raum. Am Anfang haben wir das Homeoffice gefeiert, jetzt merken wir aber eine gewisse digitale Müdigkeit. Auch wenn sich hybride Veranstaltungskonzepte weiterhin etablieren werden, glaube ich, dass wir nach Corona reale Begegnungen noch mehr zu schätzen wissen werden und diese umso intensiver leben werden.

Die Möglichkeit sich vor Ort mit jemanden zu treffen und auszutauschen hat seine Selbstverständlichkeit verloren und wird in Zukunft immer mehr an Intensität dazu gewinnen. Daneben sind die Menschen gleichzeitig zusammengerückt. Das erkennt man an Aktionen wie „Support your Locals“ oder „#Alarmstuferot“. Man schaut über Grenzen, vergisst die Konkurrenz und versucht gemeinsam durch den Ausnahmezustand zu kommen.

Wie ist Eure Einschätzung zum Jahr 2021?

Yvonne: Auch im nächsten Jahr wird es keine großen Veranstaltungen mit 200 und mehr Teilnehmern geben. Veranstaltungen werden kleiner und intensiver. Und da die Eventbranche immer mit einem gewissen Vorlauf arbeitet, werden wir noch ein ruhiges erstes Quartal haben, bevor Kunden ab März / April 2021 wiederkommen werden.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps gebt Ihr anderen Dienstleistern der Event Branche in der aktuellen Lage?

Jana: 1. Versucht auch in der Krisenzeit euch eine gewisse Leichtigkeit zu bewahren. Ändern kann man es aktuell eh nicht. 2. Nehmt auf jeden alle staatlichen Soforthilfen und co. in Anspruch – auch wenn es am Ende nicht klappen sollte, besser, ihr holt euch ein „Nein“ ab, als das ihr Geld liegen lasst. 3. Festigt eure Kundenbindung, bezieht sie in eure Lage mit ein und versucht sie nicht unnötig unter Druck zu setzen.

Was würdet Ihr Euch wünschen?

Yvonne: Ich würde mir wünschen, dass Firmen uns ihr Vertrauen schenken und Meetings, Workshops- und Tagungen gerade trotz der aktuellen Situation bei uns umsetzen. Wir sind rein auf Business-Veranstaltungen ausgerichtet und optimal aufgestellt. Für unsere Kunden ist es sicherer Veranstaltungen bei uns zu machen als im eigenen Bürogebäude.

Wir sind die Profis – sowohl im Ausrichten der einzelnen Kundenveranstaltungen, als auch in in der Umsetzung von Hygiene- und Sicherheitsstandards. Wir lieben es Gastgeber zu sein und schaffen es unsere Kunden so zu begleiten, dass sie sich auch in der aktuellen Situation sicher fühlen und kreativ arbeiten können – mit Abstand. Gemeinsam durch die Krise – das ist unser Wunsch.

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