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Ken Keiper von Herzenswusch Events im Interview

Ken Keiper von Herzenswusch Events im Interview

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Ken Keiper von Herzenswusch Events im Interview
Ken Keiper mit Herzenswunsch Events im Interview mit EventBooking24.com

Ken Keiper von Herzenswusch Events – Stellt Euch persönlich doch kurz unseren Lesern vor

Wir sind die Herzenswunsch Hochzeitsagentur und helfen durch unsere DJs und Hochzeitsplaner Brautpaaren dabei, ihre Traumhochzeit umzusetzen. Unser Team besteht aus einer Hochzeitsplanerin und zwei Hochzeits-DJs und wir kommen aus der Nähe von Bonn.

Beschreibt Euer Unternehmen und Eure Dienstleistungen bzw. Produkte

Unsere Agentur deckt grundsätzlich zwei Bereiche ab: Hochzeitsplanung und DJs. Durch diese besondere Kombination unterstützen unsere DJs Brautpaare auch immer etwas bei der Hochzeitsplanung und helfen dabei, ein tolles Programm für eine großartige Party zu planen, wohingegen wir bei unseren Komplett-Hochzeitsplanungen einen sehr starken Fokus auf perfektes Entertainment legen. Denn letztlich sind es Party und Programm, die im Kopf bleiben.

Neben unserem Agenturgeschäft bieten wir aber auch Coachings und Planungsvorlagen für Brautpaare, die ihre Hochzeit selbst planen wollen. Dadurch haben wir für jedes Brautpaar und für jeden Budgetrahmen eine passende Lösung.

Wer ist Eure Zielgruppe Ken?

Wir haben uns auf Hochzeiten spezialisiert und unser Angebot dementsprechend auf Brautpaare ausgerichtet. Durch unseren Fokus auf ein perfektes Entertainment und eine tolle Programmgestaltung arbeiten wir überwiegend mit Brautpaaren zusammen, denen eine fette Party besonders am Herzen liegt. Wer es bei seiner Hochzeit eher ruhiger angehen lassen möchte und kein schönes Rahmenprogramm wünscht, der sollte sich besser an andere Hochzeitsplaner wenden.

Wie hat sich Eure Situation mit Corona verändert?

Als die Pandemie im Frühjahr 2020 begann waren wir natürlich erstmal geschockt. Viele unserer Brautpaare wussten auch nicht, wie sie am Besten reagieren sollten. Verschieben

ja oder nein? Falls ja, auf 2021 oder direkt 2022? Wir haben entsprechende Konzepte und Hilfen für unsere Brautpaare entwickelt, um ihnen die Entscheidung etwas leichter zu machen und konnten dann ab Ende Juni letztlich die restliche Saison mit den noch übrig gebliebenen Brautpaaren zu Ende bringen. Es waren trotz der Gesamtsituation wirklich schöne Hochzeiten, da sich alle Beteiligten auf das Wesentliche – nämlich das Miteinander

– fokussiert haben. Auch hat sich die Wertschätzung der Gäste deutlich vergrößert, denn eine tolle Feier war in Pandemiezeiten plötzlich keine Selbstverständlichkeit mehr.

Das größte Problem an der Pandemie war letztlich nicht unbedingt, dass man nicht gut hätte feiern können, sondern vielmehr die Ungewissheit und Angst der Brautpaare. Das merkt man auch, wenn man sich die Buchungen von neuen Hochzeiten anschaut – die Menschen haben aktuell schlicht und ergreifend Wichtigeres zu tun, als sich um die Hochzeitsplanung zu kümmern und das ist auch verständlich.

Wie habt Ihr Euch darauf eingestellt und welche Änderungen habt Ihr vorgenommen als Ken Keiper von Herzenswusch Events?

Wir haben Konzepte und Entscheidungshilfen für unsere bestehenden Brautpaare entwickelt, um auch unter Pandemiebedingungen immer einen Backup-Plan für Hochzeiten zu haben. So lassen sich selbst größer ausgelegte Hochzeitsfeiern relativ unkompliziert zu Micro Weddings umplanen, bei denen dann mit dem engsten Freundes- und Familienkreis umso intensiver gefeiert wird.

Wir waren schon von Beginn an immer extrem flexibel was Umbuchungen oder

„Planänderungen“ betrifft und haben diese Flexibilität auch beibehalten. Bei uns muss kein Brautpaar etwaige Stornierungsgebühren oder Ähnliches bezahlen. Auch planen wir jetzt bei jeder Hochzeit zwei DJs ein, damit im Falle des Falles bereits innerhalb unserer Agentur ein Backup zur Verfügung steht und wir noch nicht mal zwingend auf unser externes Netzwerk angewiesen sind.

Wir führen sogar alle Vorgespräche mit beiden DJs durch, damit das Brautpaar auch den Reservemann persönlich kennt und nicht am Tag der Hochzeit noch überrascht wird. Denn es reicht in Pandemiezeiten ja bereits aus, wenn einer deiner Kontaktpersonen positiv getestet wird, damit du selbst plötzlich in Quarantäne musst.

Ein Ausfallrisiko ist damit definitiv gegeben. Und unsere Erfahrung zeigt, dass Brautpaare extrem dankbar für dieses vorausschauende Risikomanagement sind und aufgrund dessen sehr entspannt mit uns gemeinsam der Hochzeit entgegenfiebern können.

Wo seht Ihr in der Krise die Chancen?

Wir sehen in der Krise sowohl für Brautpaare als auch Dienstleister große Chancen.

Denn aufgrund der Personenbegrenzung müssen sich Brautpaare noch viel eher Gedanken darüber machen, mit wem sie ihre Hochzeit feiern möchten und stärker selektieren. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass das häufig zu einer höheren Qualität der Feier führt.

Denn mit 50 Gästen, die extrem bewusst ausgesucht wurden, feiert es sich häufig besser als mit 80 Gästen, bei denen dann noch entfernte Verwandte dabei sind, die man im Zweifel nur aus Pflichtbewusstsein eingeladen hat. Der Fokus auf das Wesentliche und auf Einfachheit führt zu besonderen Momenten und einer höheren Wertschätzung.

Zudem lässt sich die Krise auch gegenüber eben diesen entfernten Gästen als Vorwand für eine Nichteinladung nutzen, wenn man nicht mit „offenen Karten“ spielen möchte, um den Frieden zu wahren.

Auch für Dienstleister bietet die Krise die Chance, die eigene Angebotspalette zu optimieren, neue Fähigkeiten im digitalen Marketing zu erlernen und die Dinge zu tun, die seit Jahren auf der ToDo Liste stehen, für die bislang aber schlicht und ergreifend keine Zeit war.

Frage unserer Wahl: Welche Chancen habt ihr denn in der Krise genutzt?

Als die Pandemie anfing hatten wir so viel Zeit wie nie zuvor und unsere ToDo Liste war noch unglaublich voll. Da stand z.B. „Podcast starten“ drauf. Gesagt, getan – Anfang April ging direkt der Sag Ja! Podcast online, in dem wir jede Woche Hochzeitstipps raushauen und unsere inzwischen rund 3.000 Zuhörer beglücken.

Dann haben wir damit begonnen, unser Angebot noch weiter zu verbessern. Wir hatten bislang im Bereich der Hochzeitsplanungen nur Komplettplanungen angeboten, die aber das Budget vieler Brautpaar gesprengt haben. Jetzt haben wir noch vier weitere Teilplanungsmodelle entwickelt, bei denen für jeden Budgetrahmen etwas dabei ist.

Und schlussendlich haben wir uns sehr intensiv mit der Digitalisierung unseres Geschäftsmodells und dem Marketing beschäftigt. So werden wir gegen Sommer 2021 unser komplettes Marketing (Webseite, Social Media Kanäle) reformieren und ein neues Format auf Youtube etablieren. Ohne die Krise hätten wir mindestens fünf Jahre gebraucht, um all diese Projekte und Ideen umzusetzen.

Wie ist Eure Einschätzung zum Jahr 2021?

In 2021 werden die Hochzeiten stattfinden, die von 2020 an verschoben wurden oder bereits von Beginn an in diesem Jahr hätten stattfinden sollen. Wir gehen davon aus, dass sich die Pandemielage wieder entspannt und wir im Sommer – wenn auch unter ähnlichen Auflagen wie im vergangenen Jahr (z.B. Personenbeschränkung auf 75 Gäste) – Hochzeiten feiern können.

Wir gehen jedoch nicht davon aus, dass sich Brautpaare, die sich bislang noch nicht entschieden haben, für dieses Jahr entscheiden werden. Das Neukundengeschäft wird erst 2022 wieder richtig anlaufen.

Zum Schluss: Welche 3 Tipps gibst Du anderen Dienstleistern der Event Branche in der aktuellen Lage?

Außerhalb der Eventbranche sind sich Unternehmen seit Jahren am Digitalisieren. Uns ist aufgefallen, dass erstaunlich viele Eventdienstleister im Bereich Online-Marketing, Prozessentwicklung und Skalierung relativ schlecht aufgestellt sind. Und auch wir befinden uns immer noch mit in der Phase der Umstellung, werden aber bis Ende 2021 unser Geschäftsmodell reformiert und modernisiert haben. Wir empfehlen daher jedem Dienstleister der Eventbranche die folgenden Tipps:

  1. Überarbeitet Eure Positionierung, Zielgruppe und Euer Angebot. Viele Eventdienstleister sind viel zu breit aufgestellt. Sie sind kleine Fische in einem großen Aquarium. Mit einer ganz genauen Positionierung habt ihr aber die Möglichkeit, ein großer Fisch in einem kleinen Aquarium zu werden. Eine Nischenplatzierung ermöglicht es, Marktführer eines Gebiets zu werden und dann im Anschluss neue Geschäftsfelder zu erschließen.
  2. Beschäftigt Euch mit den Möglichkeiten des Online-Marketings.
  3. Entwickelt Konzepte, die skalierbar sind und auch digital funktionieren. Nach Corona werden natürlich viele Events stattfinden und nachgeholt werden. Aber digitale Events bieten eben auch Vorteile und werden nicht gänzlich wieder verschwinden. Nutzt das zu Eurem Vorteil.

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